Schon lange ist klar, dass sich Orient und Okzident musikalisch verstehen, wenn Freigeister aus beiden Richtungen aufeinander zu gehen und gemeinsam etwas Neues schaffen. Im Jazz wie in arabischer Kunstmusik spielen Improvisationen eine große Rolle – so natürlich auch bei diesen drei Musikern.
In ihrer Musik verweben sie arabische Melodik, den warmen Klang der Nay, eine zwischen traditionellem Klang und modernem Jazz changierenden Orgel und vielfarbige Trompetenmodulationen. Der in Syrien aufgewachsene Nay-Spieler Mohamad Fityan integriert mit seinem emotionalen Spiel die Vierteltöne der arabischen Musik wie selbstverständlich in die gemeinsame Klangsprache. Die Melodien der drei umtanzen einander, antworten, fragen und führen in einen gemeinsamen Dialog. Ihre Musik gibt einen Anstoß, sich auf Ungewohntes einzulassen. Es geht ihnen darum, der Grenzenlosigkeit und Schönheit von Musik Ausdruck zu verleihen. Sie führt in eine Welt zwischen tief empfundenen arabischen Melodiebögen und zeitgenössischem Jazz und verzahnt sie zu einem untrennbaren Ganzen – verwegen und kraftvoll, sehnsüchtig und verträumt.