Musik international

Vor dem Hintergrund eines erfolgreichen Kulturprojektes im Jahr 2017 möchte Frau Vaupel-Kenter einen aus vier Jugendlichen bestehenden Musik- und Kulturkreis zu einem internationalen Anfänger-Ensemble erweitern. Zielgruppen sind Kinder, Jugendliche, Flüchtlinge und chinesische Austauschstudenten der Diploma. Geplant sind öffentliche Auftritte beim „Markt der Möglichkeiten“ und beim „Gemeindefest Allendorf“ im September. Das Projekt will einen Beitrag zur Willkommenskultur in Bad Sooden-Allendorf leisten, interkulturelle Kompetenzen vermitteln, zur Radikalisierungsprävention beitragen und die Reputation von Flüchtlingen vor Ort verbessern.

Träger: Ev. Kirchengemeinde St. Crucis, Bad Sooden-Allendorf

Ausstellung gegen Rechtsextremismus der Friedrich-Ebert-Stiftung

Die mit einer Auftaktveranstaltung eröffnete Ausstellung soll den Schülerinnen und Schülern die Gefahren des Rechtsextremismus aufzeigen und das Demokratieverständnis fördern. Zur Eröffnung werden 100 Schülerinnen und Schüler erwartet. Im Anschluss durchlaufen alle Schulformen und Klassen der 11.-13. Klassen die Ausstellung, je nach Möglichkeit mit Einbindung in den Unterricht. Ein Anschlussprojekt wird beim Tag der offenen Tür ausgestellt. Über Presseberichte und Schulhomepage soll das Projekt dokumentiert werden.

Träger: Schülervertretung der Beruflichen Schulen Eschwege

Fortbildung zum Thema „Klassenrat“

Das von der Schulsozialarbeit getragene Fortbildungsprojekt engagiert einen Coach des Hessischen Kultusministeriums, der über eine dreiteilige Fortbildung die Installation von Klassenräten an den Beruflichen Schulen in Witzenhausen unterstützt. Die Zielgruppe besteht aus sechs Lehrern und zwei Schulsozialarbeitern.

Die TN fungieren später als Multiplikatoren für weitere interessierte Lehrkräfte und Schulklassen.

Alle teilnehmenden Lehrkräfte installieren den Klassenrat bereits während der Fortbildung in ihren Klassen. Ziel ist es, das Instrument „Klassenrat“ in den Schulformen PuSCH, BVJ und BG einzuführen, den Schülern mehr Möglichkeiten zu geben, ihre Meinung zu artikulieren und ihr Demokratieverständnis zu stärken.

Träger: Förderverein der Beruflichen Schulen des WMK in Witzenhausen e. V.

Ergänzende Koordination für Integration und Bürgerschaftliches Engagement

Das Projekt richtet sich an in der Flüchtlingshilfe aktive und interessierte Bürgerinnen und Bürger und an im Sozialraum engagierte Vereine, Initiativen und Kirchengemeinden. Ziel ist es, für ein gutes Klima des Miteinander vor Ort das lokale Netzwerk der bis 2017 geförderten ergänzenden Koordinierungsstelle zur Integration von Zugewanderten zu erhalten und weiter zu entwickeln. Die geplanten Arbeitsschritte umfassen die Einladung zu einer Bürgerversammlung, die Teilnahme interessierter Bürgerinnen und Bürger am Lotsenprojekt des Landes Hessen, regelmäßige Sprechzeiten und Austauschrunden sowie die Teilnahme an 3-4 kreisweiten, von Omnibus organisierten, Vernetzungsrunden mit ähnlich agierenden Einrichtungen. Die verantwortlichen Koordinatoren sind Bindeglied zwischen Einheimischen und Zuwanderern sowie Ansprechpartner für soziales Engagement und freiwillige Mitgestaltung. Zur Bewältigung dieser Aufgabe erhalten sie die Möglichkeit einer projektbegleitenden Qualifizierung.

Träger: Evangelische-Kirchengemeinde Hessisch-Lichtenau

Was ist eigentlich dieser Kapitalismus

Das interaktive Wochenendseminar für 20 TN ab 16 Jahre richtet sich an EinsteigerInnen ohne oder mit geringem Vorwissen. Angesprochen werden sollen vor allem Studierende der ökologischen Agrarwissenschaften, Freunde und Freundinnen des Arbeitskreis eine Welt e.V. sowie weitere Interessierte aus der Region. Ziel ist es, den Kapitalismus als komplexes System zu begreifen und verkürzten, personifizierten Welterklärungsmustern entgegenzuwirken. Die Nähe zum Antisemitismus und zu rechten Ideologien mancher „Kapitalismuskritik“ soll aufgezeigt werden. Im Seminar wird sich der Funktionsweise und Geschichte des Kapitalismus genähert und zentrale Begriffe für ein Verständnis wie Ausbeutung, Mehrwert oder Akkumulation werden besprochen. Der für das Seminar beauftragte Bildungsträger kopfstand e.V. führt seine Seminare grundsätzlich in einem geschlechterparitätisch aufgestellten Team durch. Die Seminarleitung verfügt über viel Erfahrung in einer nicht diskriminierenden Vermittlung von Wissen. Im Seminar werden die Geschlechterverhältnisse im Kapitalismus ebenso diskutiert wie das Frauenbild in rechten Organisationen und der Zusammenhang zu deren Kapitalismuskritik.

Träger: Arbeitskreis Eine Welt e. V. 

Integrationslotsen für den Werra-Meißner-Kreis

Die Werkstatt für junge Menschen (WfjM) führt seit 2010 das Programm „Integrationslotsen im Werra- Meißner-Kreis“ durch. Das auf Initiative des Ausländerbeirates und der WfjM initiierte Programm richtete sich zunächst an Zuwanderer aus der ehemaligen Sowjetunion und dem ehemaligen Jugoslawien. Seit 2015 stehen vor allem Zuwanderer aus arabischen und afrikanischen Ländern im Fokus. Zur Zeit sind 19 Lotsen tätig. Sie werden im Programm ausgebildet und arbeiten als Dolmetscher in Schulen und Kindertagesstätten und unterstützen Migranten im Alltag und bei Behördengängen. Für ihre Tätigkeit erhalten sie eine Aufwandsentschädigung aus Mitteln des WIR-Programms in Höhe von 5 €  pro Stunde bei maximal 6 h pro Woche. Das Lotsenprojekt konnte bislang Frauen in stärkerem Maß als Männer für das freiwillige Engagement in der Integrationsarbeit gewinnen. Die Einsätze der Lotsen werden von der Projektleitung koordiniert und verwaltet. Zur Fortsetzung der bisher aus Spenden und Eigenmitteln getragenen Arbeit, beantragt die WfjM die Übernahme der Personal- und Verwaltungskosten für die Projektleitung und Koordination.

Träger: Werkstatt für junge Menschen e. V. 

Theaterstück „Die Hundegrenze“

Das Projekt organisiert am 19. Juni 2018 die Aufführung des Theaterstücks "Die Hundegrenze" im

Grenzmuseum für Schülerinnen und Schüler inklusive einer anschließenden Diskussion mit den Darstellern des Theaters Nordhausen über das DDR-Grenzregime. Die Inszenierung basiert auf einer SPIEGELReportage. Zielgruppe sind Schulklassen aus Hessen, Thüringen und ggf. einem weiteren Bundesland im Alter zwischen 15 und 18 Jahren. Bis zu 100 SuS können teilnehmen.

Träger: Arbeitskreis Grenzinformation e. V. 

„Weißt du, was ich glaube?“ Interreligiöse Dialogveranstaltung

Das Projekt besteht aus zwei interreligiösen Dialogveranstaltungen in Kooperation mit dem Islamischen Kulturverein und der Marktkirche zu den Themen „Religiöse Feste“ (Ostern und Ramadan), „Religiöser Gesang“ (im Islam und im Christentum) und „Rolle der Frau“ (Vergleich zwischen Islam und Christentum). Die Ziele sind Informationsvermittlung, das Kennenlernen und der thematische Austausch sowie der Abbau von Vorurteilen und der Aufbau von mehr Verständnis. Erreicht werden sollen Erwachsene mit und ohne Migrationshintergrund zwischen 18 und 99 Jahren.

Träger: Ev. Familienbildungsstätte Werra-Meißner

„Picknick im Grünen“ interkulturelle Begegnungsveranstaltung für Einheimische und Migranten

Das Projekt besteht aus drei interkulturellen Begegnungspicknicks für Einheimische und Migranten im Botanischen Garten mit Spiel- und Bewegungsangeboten, Kinderschminken, Glitzertattoos und einem Buffet aus mit selbstgemachten Speisen und Getränken. Ziele sind das gegenseitige Kennenlernen, der Austausch untereinander und gemeinsame Erlebnisse, um Vorurteile und Barrieren abzubauen. Darüber hinaus sollen islamische Frauen zu stärkerer Teilhabe aktiviert werden. Erreicht werden sollen Familien mit Kindern, Jugendliche und Erwachsene mit und ohne Migrationshintergrund aller Altergruppen.

Träger: Ev. Familienbildungsstätte Werra-Meißner

„Weekend for tolerance“- Vielfalt der Geschlechter

Das Projekt möchte die Ausstellung „Vielfalt der Geschlechter“ zuerst in der Johannisberg-Schule

Schüler*innen präsentieren und im Anschluss allen Bürger*innen in einem öffentlichen Raum. Ziel ist es, die Gleichstellung aller Geschlechter ins Bewußtsein zu rücken und Menschen zu ermutigen, zu ihrer Art des Lebens offen zu stehen und das Gemeinwesen dahingehend zu verändern, dass dies akzeptiert wird. Hintergrund ist, dass es vielen Menschen nicht bekannt ist, dass es neben den biologischen Geschlechtern Mann und Frau auch noch Transgender gibt und wie verbreitet das ist. Oft wird es auch noch als unnormal und sonderbar angesehen. Auch die Frage von Rollenklischees und dem sozialen Geschlecht (Gender) sind noch geprägt von tradierten Werten und Vorstellungen. Eine offene und vielfältige Gesellschaft sollte darüber aufgeklärt sein und es als normal ansehen.

Träger: Jugendförderung Witzenhausen / Magistrat